Der Marktplatz
Marktplatz

Beschaulicher Mittelpunkt Krempes
Der Marktplatz bildet den Mittelpunkt Krempes. Er wird optisch dominiert von der repräsentativen Gestalt des Renaissance-Rathauses an der Nordseite, die das Augenmerk auf sich zieht.
Seine Giebelfront weist zum Markt wie bei der Mehrzahl der Anliegerhäuser. Die Marktseite wurde als Schauseite ganz aus
Ursprünglich schloss ein Stufengiebel die Wand zum Dach hin ab, wie er noch im Festungsstich Krempes dargestellt wird. Dieser fiel 1784 einer vereinfachenden Renovierung zum Opfer. Stattdessen wurde das Dach dem Zeitgeschmack entsprechend mit einem Dachreiter gekrönt.


Die Mitte des Platzes markiert ein dreiarmiger, gusseiserner Kandelaber. Er wurde zu Beginn des
20. Jahrhunderts hier aufgerichtet und steht über dem verschlossenen, ehemals 30 m tiefen Marktbrunnen.
Dieser war einer der Orte, an denen die Kremper früher ihr Wasser holen konnten. Mit dem Bau des Wasserturms und der Versorgung der Stadt mit Trinkwasser von der Geest ab 1902 wurde der Brunnen überflüssig. Die Pumpe (s. Pfeil) konnte durch den Kandelaber ersetzt werden.
Die Fertigstellung der Gasanstalt ermöglichte Krempe ab 1905 die Beleuchtung der Stadt mit Gaslaternen. So wurden der Kandelaber und die randständigen Laternen ursprünglich mit Gas betrieben.
Die Häuser


Das Haus
Stiftstraße Nr. 1 wurde in den 1980-er Jahren sorgfältig restauriert. Sehenswert sind die reich profilierten Schwellbalken in der Stiftstraße.

Es stammt aus der Zeit des Rathausbaus im 16. Jahrhundert. Besonders schöne Verzierungen des Gebälks finden sich an der südlichen Giebelseite.


Das Haus Am Markt 10 zeigt eine schöne, barock geschwungene Haustür. Bemerkenswert ist auch das mittige Zwerchhaus - über einem Tragbalken dreigliedirig und als Fachwerk ausgeführt, das von zwei Gauben gerahmt wird. Hier hatte einst der Kirchspielvogt sein Domizil. Nach dem 1. Weltkrieg fungierte es einige Jahre als Markt-Cafe.
Vertiefende und weiterführende Literatur:
- Klaus-J. Lorenzen-Schmidt, Geschichte der Stadt Krempe im Überblick, in: Kremper Chronik, Heide, 2009