Fahnenschwenken auf dem Marktplatz
Alte Gilde-Fotos

Und doch sind diese Bilder geradezu jung und frisch - vergllichen mit dem eigentlichen Alter der Alten Kremper Stadtgilde. Denn die entstand im 16. Jahrhundert. Und zwar in Zusammenhang mit dem Ausbau Krempes zur holsteinischen Festung, dessen Bau-Auftrag König Christian III. im Jahre 1535 erteilte. Und er steckte auch persönlich vor Ort die Lage und die Maße des Bollwerks ab.

Dennoch: in erster Linie hatte die Gilde einen gesellschaftlichen Charakter, den sie sich bis heute bewahrte.
Seit mindestens 1796 sind die Kremper Fahnenschwenker belegt, nicht aber der Ursprung des Fahnenschwenkens. Vermutlich gab es bereits im Mittelalter Fahnenträger, die die Landsknechte und Ritter mit Fahnenspielen unterhalten haben. Sie könnten Vorbild und Ausgangspunkt des Fahnenschwenkens in der Gilde gewesen sein.


Doch nicht nur in Krempe zeigten die Fahnenschwenker ihr Können.

Ein besonderer Glanzpunkt war der Auftritt 1930, als die Kremper Gebrüder Eifels auf der Weltausstellung in Antwerpen Deutschland vertraten.

Begleitet wurden sie von zwei Tambouren, die die Trommel schlugen.

Bis 1975 waren die Fahnentücher einfarbig. Heute sind sie gelb und grün - die Farben der Wiesen und des Getreides in der Kremper Marsch. Dazu zeigen sie das Wappen der Stadt Krempe.
Ab 1961 gehören vier, ab 1967 sechs und ab 1968 acht Fahnenschwenker zur Gruppe - begleitet von zwei oder sogar drei Tambouren.